2011 KriSo im Depot

Bildung – Soziale Arbeit – Subproletariat?

Montag, 10. Oktober, 19.00 Uhr
Depot, 1070 Wien, Breite Gasse 3

Bildung – Soziale Arbeit – Subproletariat?
Gespräch und Diskussion

Diskurse der Diffamierung von Gruppen sind eine Möglichkeit Herrschaftsansprüche geltend zu machen und politische Eingriffe zu legitimieren. In der Debatte um „early school leavers“ trifft es den jungen, meist männlichen Migranten, der in Forschung und Politik als problembeladen, ungebildet und gewaltbereit etikettiert und durch spezifische Maßnahmen betreut, verfolgt oder verwaltet wird. Inwiefern greift Soziale Arbeit in diesen Diskurs ein bzw. intensiviert ihn und welche Alternativen sind denkbar?

Mari Steindl, Sozialanthropologin, Interkulturelles Zentrum (IZ)
Josef Bakic, Erziehungswissenschaftler, kriSo/FH Campus Wien
Moderation: Marc Diebäcker, kriSo/FH Campus Wien

Stadtraum – Kontrolle – Soziale Arbeit

Montag, 7. November, 19.00 Uhr
Depot, 1070 Wien, Breite Gasse 3

Stadtraum – Kontrolle – Soziale Arbeit
Gespräch und Diskussion

Vor dem Hintergrund postindustrieller Urbanisierung entwickeln sich politische Strategien, die darauf abzielen, das Soziale über Raum zu regieren. „Neue“ Formen der Kontrolle und Regulierung städtischer Räume und der Marginalisierten werden dabei über Sicherheitsversprechungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen legitimiert. Welche Rolle spielt dabei Soziale Arbeit in öffentlichen Räumen, wie verändert sich ihr Wissen und ihre Interventionen und wie werden diese begründet?

Ellen Bareis, Gesellschaftswissenschaftlerin, FH Ludwigshafen am Rhein, Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen
Marc Diebäcker, Politikwissenschaftler, kriSo/FH Campus Wien
Moderation: Elisabeth Hammer, kriSo/neunerHaus

Wohlfahrtsstaat – Capabilities – Soziale Arbeit

Montag, 5. Dezember, 19.00 Uhr
Depot, 1070 Wien, Breite Gasse 3

Wohlfahrtsstaat – Capabilities – Soziale Arbeit
Gespräch und Diskussion

Sozialpolitik ist gegenwärtig von einem Abbau von Rechten und Solidarität sowie einer Zunahme von Kontrolle und Disziplinierung gekennzeichnet. Der an Amartya Sen und Martha Nussbaum  orientierte Capability-Ansatz setzt dem Aktivierungsparadigma mit der Realisierung von Verwirklichungschancen  eine neue Akzentuierung sozialer Gerechtigkeit entgegen. Inwiefern bietet der Capability-Ansatz eine tragfähige, normative und innovative Orientierung für die Soziale Arbeit in ihren unterschiedlichen Praxisfeldern?

Holger Ziegler, Erziehungswissenschaftler, Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
Elisabeth Hammer, Ökonomin und Sozialarbeiterin, kriSo/neunerHAUS
Moderation: Josef Bakic, kriSo/FH Campus Wien