2012 KriSo im Depot

Marginalisierung und Straßensozialarbeit

16.04.2012 um 19.00 im Depot

Marginalisierung und Straßensozialarbeit

Menschen „auf der Straße“ weichen von gesellschaftlichen Normvorstellungen ab, sind in hohem Maße stigmatisiert und zugleich Gegenstand widersprüchlicher politischer Zielsetzungen. Einerseits werden mit ihnen Randständigkeit, prekäre Lebenslagen und psychosoziale Probleme verbunden und daher soziale Hilfestellungen umgesetzt, anderseits werden ihre Lebenssituationen und -strategien als unmoralisch oder selbstverschuldet problematisiert, womit stärker ausgrenzende Maßnahmen gerechtfertigt werden. In diesem Spannungsfeld von gesellschaftlicher Ein- und Ausschließung ist Streetwork in vielfältiger Weise herausgefordert, eigene fachliche Prinzipien zu reflektieren.

Elvira Berndt, Gangway e.V. – Straßensozialarbeit in Berlin

Marc Diebäcker, FH Campus Wien/KriSo

Riskante Erziehung in Heim und Familie?

29.05.2012 um 19:00 im Depot

Riskante Erziehung in Heim und Familie?

Erziehung ist in Medien und Politik vielfältiges Projektionsfeld, Missbrauchsfälle und Missstände in privaten Verhältnissen sowie öffentlichen oder konfessionellen Einrichtungen lassen oftmals eine fachliche Auseinandersetzung vermissen. Was am Erziehungsprozess zwischen „daheim“ und „im Heim“ wieder mehr zur Herausforderung wird, ist die Frage wie und wieweit die professionelle Begleitung hier agieren soll bzw. kann. Braucht es noch mehr Spezialisierung oder doch mehr ganzheitliche und offene Maßnahmen in der Stärkung von Lebensbedingungen des Heranwachsens?

Michael Winkler, Universität Jena

Josef Bakic, FH Campus Wien/KriSo

Wohnen – Soziale Arbeit – Sozialpolitik

25.06.2012 um 19.00 Uhr im Depot

Wohnen – Soziale Arbeit – Sozialpolitik

Zwischen Ansprüchen der Marktorientierung und jenen der sozialen Daseinsvorsorge werden Fragen des Wohnens wieder verstärkt auf die sozialpolitische Agenda gesetzt. Während die Wohnungslosenhilfe in Hamburg und Wien durchaus unterschiedlich ausgestaltet sind, können Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse sowie die gesellschaftliche Problematisierung und soziale Ausgrenzung von wohnungslosen Menschen als gemeinsame Herausforderungen benannt werden. Die in Deutschland wie in Österreich differenzierte Hilfelandschaft steht damit vor neuen Legitimierungsfragen, die die Angebotsstruktur ebenso betreffen wie den Umfang und den Professionalisierungsgrad der Hilfen.

Andrea Hniopek, Ambulante Hilfe Hamburg/HAW Hamburg

Elisabeth Hammer, neunerHAUS/kriSo