2017 KriSo Gesellschaftliche Verhältnisse

Wir freuen uns über die gelungene kriSo-Tagung 2017 und möchten allen mitwirkenden Kolleg*innen nochmals ein herzliches Dankeschön sagen. Danke dafür, dass ihr eure Positionen und differenzierenden Blickwinkel zu gesellschaftlichen Transformationen eingebracht habt und wir fachlich-kritische Perspektiven Sozialer Arbeit intensiv diskutieren konnten. Die Thesenpapiere sind nun zum Download (http://kriso.at/wp-content/uploads/2018/01/Kriso_Tagungshandout_2017.pdf) bereit und nach Maßgabe unserer Energieressourcen werden wir auch künftig unseren Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse wenden, diese thematisieren und fachlich dazu Stellung nehmen.

 

Wohl auch vor dem Hintergrund sich wandelnder politischer Verhältnisse, kam es im Vorfeld unserer Tagung zu Hinweisen auf Störaktionen durch rechte Gruppierungen, einzelne Referent*innen wurden auch persönlich bedroht. Wir mussten als Veranstalter der Tagung in Absprache mit der Exekutive einige Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen und sind froh, dass die Tagung ohne weitere Komplikationen stattfinden konnte. Zur Kenntnis nehmen mussten wir allerdings eine nächtliche, mutwillige und anonyme Sachbeschädigung unseres Veranstaltungsortes (Scheibenbruch) nach Beendigung der Tagung.

 

Soziale Arbeit ist in besonderem Maße aufgefordert, veränderte gesellschaftliche Bedingungen und soziale Ungleichheiten zu reflektieren sowie ihre „kritische Stimme“ zu erheben. In diesem Sinne auch weiterhin ein mutiges Schaffen!

Gesellschaftliche Verhältnisse und
Kritische Soziale Arbeit

Freitag, 24. November 2017, 13.00 bis 22.00 Uhr im Depot (Wien), Breite Gasse 3

 

Zur Tagung: Gesellschaftliche Transformationen brauchen Analyse und Kritik. Vor dem Hintergrund sich wandelnder politischer, ökonomischer und sozialer Verhältnisse ist Kritische Soziale Arbeit in besonderem Maße aufgefordert, die veränderten Bedingungen ihrer gesellschaftlichen Einbettung zu reflektieren – sei es auf der Ebene ihrer Handlungsbezüge, ihrer organisationalen Verflechtungen oder ihrer programmatischen Leitbegriffe. Verhältnisse Sozialer Arbeit reflektieren, neue Spielräume denken, emanzipatorische Entwürfe benennen…

Veranstalter: Verein Kritische Soziale Arbeit (kriSo), www.kriso.at

Keine Anmeldung erforderlich, kein Tagungsbeitrag

 

Tagungsprogramm
   
13.00 Uhr  Soziale Arbeit als Bürgschaft
Teo Klug, Wien
14.00 Uhr Soziale Arbeit und soziale Bewegungen
Melanie Werner, Köln
15.00 Uhr Emanzipation in der Sozialen Arbeit. Eine (post-)strukturalistische Reflexion
Vivien Fritsche und Jonathan Jancsary, Feldkirch
Moderation: Josef Bakic, Marc Diebäcker und Elisabeth Hammer, kriSo
Pause 15.55-16.15 Uhr
16.15 Uhr Bildung in „bildungsfernen“ Kontexten. Zum Potenzial der Erziehungs- und Familienberatung
Nina Preis, Gießen
17.15 Uhr Onlinesucht. Eine kritische Perspektive der Suchtprävention
Cornelius Bacher-Gneist und Nika Schoof , Wien
  Moderation: Josef Bakic, Marc Diebäcker und Elisabeth Hammer, kriSo
Pause  18.10-18.30 Uhr
18.30-20.00 Uhr Soziale Arbeit im Abschiebungsdiskurs. Das abgeschobene Subjekt zwischen Prekarität und Protest
Sarah Sobeczko, Dortmund
Rückkehrberatung im Dienst der Politik? Die Rolle Sozialer Arbeit in einer kritischen Praxis
Eva-Maria Kehrer, Wien
  Moderation: Flora Eder, Wien
Pause             20.00-20.30 Uhr
20.30-22.00 Uhr Soziale Arbeit und extreme Rechte. Normalisierung oder Akteurin gegen rechts? Maria Diedrich, Ludwigshafen
Soziale Arbeit des Interregnum? Überlegungen zu neurechten Organisationen und die Ohnmacht der Profession
Eva Grigori und Jerome Trebing, St. Pölten und Wien
  Moderation: Flora Eder, Wien

 

Tagungsprogramm: kriSoTagung2017_Gesellschaftliche Verhältnisse & Kritische Soziale Arbeit

Tagungshandouts zu Download: Kriso_Tagungshandout_2017